Die Führungsriege von Super Micro Computer kann aufatmen. Eine unabhängige, vom Vorstand geleitete Untersuchung zu Vorwürfen bezüglich Exportkontrollen entlastete das Top-Management vollständig.
Weder CEO Charles Liang noch andere leitende Angestellte hatten demnach Kenntnis von mutmaßlichen illegalen Technologietransfers oder waren an diesen beteiligt. Die Nachricht stützte den Kurs am gestrigen Freitag, an dem die Aktie den Handel bei 37,24 USD mit einem Plus von 2,0 % beendete.
Personelle Konsequenzen und neue Compliance-Regeln
Am Donnerstag gab das Unternehmen den Abschluss der Prüfung bekannt, die nach Anklagen gegen frühere Geschäftspartner im März eingeleitet worden war. Die Untersuchung ergab keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der Geschäftsführung. Dennoch zog Super Micro Computer Konsequenzen im operativen Bereich: Mehrere Mitarbeiter aus den Abteilungen Vertrieb und Technik wurden entlassen.
Zudem verabschiedete der Vorstand eine umfassende Überarbeitung der Protokolle zur Einhaltung von Exportvorschriften. Damit will der Hardware-Spezialist künftige Risiken minimieren und die Einhaltung internationaler Handelsregeln sicherstellen. Die Entlastung des Managements gilt als wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Investoren nach den schwerwiegenden Vorwürfen zurückzugewinnen.
Analysten heben Gewinnprognosen an
Neben der rechtlichen Klärung sorgen optimistische Analystenstimmen für Zuversicht. Gestern hoben die Experten von Northland Securities ihre Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr 2027 von 3,16 USD auf 3,78 USD je Aktie an. Für das darauffolgende Jahr prognostiziert das Haus einen Gewinn von 4,80 USD. Grund für die Anhebung sei die ungebrochene Nachfrage nach Serverlösungen für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI).
Auch Goldman Sachs passte die Bewertung an und erhöhte am 14. August das Kursziel von 30,00 USD auf 34,00 USD, behielt jedoch die Verkaufsempfehlung bei. Weitere Analysehäuser reagierten zuletzt mit Heraufstufungen und Kurszielen von bis zu 51,00 USD auf die jüngsten Entwicklungen und die vorgelegten Jahresergebnisse.
Starkes Umsatzwachstum und volle Auftragsbücher
Das Unternehmen profitiert operativ von einer massiven Skalierung im KI-Sektor. Im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres stieg der Umsatz um 93,2 % auf 11,12 Milliarden USD. Zwar lag dieser Wert leicht unter den ursprünglichen Erwartungen des Marktes, doch die Prognosen für die Zukunft bleiben ambitioniert. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt das Management einen Umsatz in der Spanne von 65 bis 72 Milliarden USD in Aussicht.
Getrieben wird diese Entwicklung durch einen Rekord-Auftragsbestand und Neuaufträge, die allein im vierten Quartal ein Volumen von über 60 Milliarden USD erreichten. Trotz der positiven fundamentalen Trends bleibt die Lage für Anleger jedoch volatil. Am Montag wurde bekannt, dass der Chiphersteller Netlist eine Patentklage bei der Internationalen Handelskommission eingereicht hat, die sich unter anderem gegen Super Micro Computer richtet.
Am Markt wird zudem weiterhin auf fallende Kurse gewettet, auch wenn Medienberichten zufolge das Short Interest im vergangenen Monat um knapp 5,9 % sank. Mit dem aktuellen Kursniveau notiert das Papier derzeit 23 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 30,39 USD.
Anzeige
Super Micro Computer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Super Micro Computer-Analyse vom 22. August liefert die Antwort:
Die neusten Super Micro Computer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Super Micro Computer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Super Micro Computer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen…
Disclaimer…
Source link
